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REISEBERICHT 2004Reise vom 1. - 15. Februar 2004
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Wie jedes Jahr mit Übergepäck ! Das ist die Devise von uns . Am Checkin-Schalter kam schon das erste Herzklopfen. Gehen die Koffer durch ? Müssen wir etwas draufzahlen ? Dann das Aufatmen : Die Waage zeigte 0kg an. Ohne Beanstandung gingen die 3 Koffer mit ihren je 30 kg locker durch. Zum ersten Mal war auch ein Musiklehrer mitdabei: Herwig Stieger aus Bad Schallerbach. Ihn interessierte natürlich das Projekt SASIA an und für sich. Doch Diese Reise sollte für ihn auch etwas ganz Spezielles für die Musik bieten. Von Neuem wurde uns bewusst, wie wichtig Schulbildung für die Kinder in der Sub-Sahara-Zone ist und dass wir mit unserem Projekt auf dem richtigen Weg sind. Brigitte referierte zweimal vor ca. 120 Schülern und Studenten über Sexualfragen und über wichtige Themen wie Polygamie, Aids und Familiengestaltung. Auch das Thema "Mädchenbeschneidung" wurde interessiert an einem Gymnasium in der Hauptstadt Porto Novo behandelt. In Avrankou, einem Dorf 8km von Porto Novo entfernt (mitten im Busch), sprach sie mit den dort ansäßigen Frauen über die Rolle von Mann und Frau in der Familie und in der Gesellschaft. Das kam so gut an, dass die Frauen ein Loblied in der Sprache der Yoruba anstimmten:"Sie ist von so weit her gekommen um uns diese gute Nachricht zu bringen. Dank sei dem Gott, der sie zu uns hergeführt hat." |
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Der erste Besuch führte uns zu unseren Lieblingen, zu den Außenseitern und Bedürftigsten der beninischen Gesellschaft: zu den Taubstummen in Cotonou. Die Begrüßung war wie im vorigen Jahr sehr berührend und herzlich, erkannten uns doch einige der Kinder wieder. Nach der Begrüßungszeremonie konnten wir ihnen wieder etliches an Schulmaterialien und auch wieder einen Ball übergeben. Wir konnten uns überzeugen, dass das Tor fixiert und der Schulhof weitgehend planiert worden ist. Es ist aber noch einiges zu tun. So hoffen wir, dass wir früher oder später einmal mit ihnen über den gesamten Bereich des Schulareals Fußball spielen können. |
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Etlliche andere Schulen kamen auch in den Genuss unserer punktuellen Hilfe. So zum Beispiel die Schule "REGARD" , die direkt neben unserer Unterkunft lag. Das "Schulgebäude" aus Pfosten , die das Schilfdach stützen, ein Direktionszimmer , wo kaum drei Personen Platz haben, so gut wie keine Unterrichtsmaterialien, geschweige denn etwas zum Spielen. Da kamen die Untersatzerl (www.familienkarte.at) zum Ausmalen gerade recht . Diese Unterstützung kam von Bürgermeister Naderer aus Tragwein höchstpersönlich. Buntstifte , kleine Teddybären (Sparkasse Aschach und RAIKA Hartkirchen) und ein Fußball machten das Glück der Kleinen vollkommen. Es war dann beschämend mitansehen zu müssen, wie die Kleinen (5-10 Jahre) mit der Hacke versuchten, den Platz halbwegs eben und bespielbar zu machen. |
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Ein weiterer Aspekt war die Frauenarbeit , im Speziellen für Witwen und Frauen, welche von ihren Männern verlassen wurden. Diese Gruppe von Frauen muss ein Bettlerdasein führen, denn ein Sozialnetz gibt es hier nicht. Es wurden daher verschiedene Tätigkeiten erlernt, wie zum Beispiel das Produzieren von Fruchtsäften, speziellen Croissants und (von Hand ausgelösten) frittierten Nüssen. Sie werden diese Erzeugnisse dann selbst auf dem Markt verkaufen. Ein Startkapital ermöglicht ihnen die Rohstoffe zusammenzutragen. |
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Da wir natürlich auch in Sachen "Globalen Lernens" unterwegs waren, gab es auch für Herwig,unseren Percussionisten, einen speziellen Höhepunkt. In Aguegue , einem kleinen Fischerdorf in der Lagune vor Porto Novo, konnte er mit dem "Bürgermeister" des Dorfes eine Trommelession liefern, die einzigartig war. Das ganze Dorf rannte zusammen und tanzte ausgelassen mit. Unter "Globales Lernen" fällt auch die Rubrik "Sport". In einer Schule in Porto Novo , einem Gymnasium mit der Ausrichtung "Sport", übergaben wir die von der Union Hartkirchen gesponserten Dressen. Eine Schule , die kein Spielfeld hat, geschweige denn Fußballtore (drei Holzpfosten genügen) aber enthusiastische Spieler. Diese Zeremonie wurde von mehreren Journalisten verfolgt. Es war deshalb auch kein Wunder, dass wir zu einem Liveinterview zur Radiostation "Radio Culture du Benin" geladen wurden. Ein Zeitungsbericht in der Tageszeitung "La Tribune de la Capitale" wünschte uns Gottes Segen und dass wir offene Ohren hätten für ihre Anliegen. Josef konnte dann auch Nachwuchstalenten in der Leichtathletik einige Tipps geben, die auch bei den Professoren, als "neue Trainingsmethoden" begeistert aufgenommen wurden. |
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Die berührendste Begegnung fand dann am Palmenstrand von Cotonou statt: Die Begegnung mit den Waisenkindern. Herwig Stieger, als Repräsentant der Pateneltern in Österreich, konnte seinem Patenkind persönlich in die Augen blicken . Die Begegnung war sehr herzlich. Nach anfänglicher Scheu entwickelte sich die Zeit am Strand zu einer Party. Die Kinder tanzten ausgelassen zur rhythmischen Reggae-Musik. Die Waisenkinder bleiben nun im ständigen Kontakt mit SASIA und den Pateneltern. Für sie ist das Schulgeld für heuer gesichert. GOTT SEI DANK ! |
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Wir möchten uns noch einmal bei allen recht herzlich für die Unterstützung bedanken, denn ohne sie könnten wir nichts tun und die Reise wäre nur zum Teil möglich gewesen. |
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17.3.2004 (für die Französisch-Klassen in Französisch gehalten)
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Benefizabend am 2.4.2004
Am Freitag , 2.4.04 , fand der erste Benefizabend in diesem Jahr statt. Unter der bewährten Mithilfe der Tanzgruppe SIGEBE , die neue Tänze aus ihrem Repertoir zum Besten gab, sowie der Unterstützung von Herwig , der mit Sandra gekonnte Percussion zeigte, war es wieder einmal ein sehr berührender Abend. Als Ehrengäste konnte man auch den Leiter des Softwareparks Hagenberg, Herrn Professor Dr. Buchberger mit seiner Familie begrüßen. Den Hauptteil des Abends nahm aber der Film in Anspruch, der die Reise im Februar dieses Jahres dokumentierte. Die Kommentare wurden live zum Film von Brigitte und Josef Elsener gesprochen, sodass dieser Film eine sehr persönliche Note bekam. Am Schluss wurde vom ebenfalls bewährten Kinder- und Jugendchor (Leitung Eith Raab) , ohne den man sich kaum einen Benefizabend vorstellen könnte , die heimliche Hymne Afrikas zu den Bildern einer gelungenen Power-Point-Präsentation aus Benin gesungen: NKOSI SIKELE AFRIKA - Gott schütze Afrika !
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Percussion-Festival in Freistadt ein Erfolg Vom 6.-9.Mai 2004 fand in Freistadt das Festival "Colours of Percussion" im Salzhof in Freistadt statt. Wie schon angekündigt, war auch SASIA vertreten. Einerseits mit einem Stand , bei dem man aktuelle Infos über den Stand des Projekts erfahren konnte, und andererseits mit der Tanzgruppe SIGEBE, die am Samstag Nachmittag im Rahmen des Afrika-Tages "AFRICAN FAMILY" zwei Tanzworkshops anbot. Die Besucher konnten sich so von dem faszinierenden Tanzrythmus anstecken lassen. Große Anerkennung bekam die Tanzgruppe von der bekannten Sängerin Vero la Reine aus Kamerun, die spontan ihre neusete CD mit einer Widmung für die Tanzgruppe überreichte." Tanzt nach dem Rhythmus meiner Lieder , damit ihr weiterhin so motiviert seid", war sie voll Lobes. "Ich bin fasziniert von dem Einsatz der Kinder in der Tanzgruppe", so la Reine. Am Stand informierten sich viele Besucher des Festivals über unser Projekt in Benin , indem sie den Film aufmerksam verfolgten bzw. den Kurzfilm am Laptop anschauten. Auch viele persönliche Gespräche ergaben sich rund um dieses Festival. Wir durften dabei viele Menschen kennenlernen, die sich interessiert zeigten und versprachen, uns in dieser Arbeit in irgendeiner Form zu unterstützen. Herzlichen Dank an Markus Lindner, Albin Zainiger und Herwig Stieger, die uns dieses Erlebnis ermöglichten.
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Tanzgruppe SIGEBE in der Steinarena in Plöcking
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Die Mädchentanzgruppe SIGEBE aus Aschach, die für SASIA unterwegs ist, konnte am Freitag Abend, dem 18.Juni 2004, in der Arena Granit in Plöcking bei St. Martin ihre afrikanischen Tänze einmal ganz anders aufführen. Auf Einladung der Kulturinitiative Sunnseitn, Feldkirchen, begeisterte die Tanzgruppe sowohl Veranstalter als auch das Publikum. Zum ersten Mal wurde die Tanzgruppe von einer professionellen Tanz- und Trommlergruppe aus Madagaskar, von Haja Madagaskar und seinen groovy people, begleitet. Es dauerte nicht lange , dann sprang der Funke der Lebensfreude, die die Mädchen vermittelten, auch auf das Publikum über und die ganze Arena war in „interkultureller“ Bewegung. „Tanzen, was einem gerade in den Sinn kommt“ war das Motto. Mit dem Einsatz der Tanzgruppe und dem Erlös konnte wieder einem Waisenkind in Benin geholfen werden. |
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a) über die Entwicklung der Patenkinder: von den 10 Patenkindern haben 9 das Schuljahr erfolgreich abgeschlossen und dürfen in die nächste Schulstufe aufsteigen. Alle Waisenkinder haben sich durch die ganzeitliche Unterstützung physisch, psychisch und moralisch gut entwickelt. Der Kontakt zu den jeweiligen Schulen wurde von unserem Partner J. Sovoessi reglemäßig gepflegt. Leistungsschwächeren bzw. traumatisierten Kindern wurde auch ein Stützlehrer zur Verfügung gestellt. In regelmäßigen Abständen werden Treffen mit den Kindern veranstaltet. b) über die Entwicklung der Frauenprojekte: 6 Frauen können nun durch intensive Schulung in der Herstellung verschiedener Lebensmittel und deren Vermarktung die ersten Versuche unternehmen, in Gruppen und einzeln einen Marktstand zu führen. 3 Mädchen, die aus wirtschaftlichen Gründen die Schule vorzeitig abbrechen mussten, befinden sich nun in der Endphase einer Ausbildung zur Bürokraft mit Computerschulung. Ausblick für 2005 Start eines weiteren Frauen- u. Mädchenprojektes für weitere 5 Patenkinder werden Pateneltern in Österreich gesucht Bau eines einfachen Zentrums (Haus der Begegnung und Schulung für Waisenkinder und Frauen) Fortsetzung der Sportseminare durch Josef Elsener und der Sexualerziehung durch Brigitte Elsener an verschiedenen Schulen Benins weiterhin Unterstützung mit Schulmaterialien
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Erster Auftritt im Fernsehen Am Dienstag war es soweit: HT1, der lokale Sender des Hausruckviertels, lud uns zu einem Interview über unser Projekt ein. Damit ist ein weiterer Schritt in die Medienwelt gelungen. Im Möbelhaus "Möbelprofi" in Grieskirchen plauderte die Modoratorin Frau Rumpfhuber mit Brigitte in einer angenehmen Atmosphäre. Das Gespräch kann man über Kabel zwischen Freitag, dem 5.11.04 , und Donnerstag, dem 11.11.04 , verfolgen. Im Bereich Eferding wird das Interview am Montag, 8.11.04, zu jeder geraden Stunde bei EF1 eingespielt. Wir danken HT1 und seinem Team (allen voran Christian Höckner) für diese Möglichkeit. |
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